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La Grotta del Vento: Tropfsteinhöhle in der Toskana

La Grotta del Vento Tropfsteinhöhle in der Toskana flickr (c) Richard Jones CC-Lizenz

Wie vielseitig die Toskana ist, zeigt sich nicht nur in der malerischen Landschaft und in Städten wie Florenz, Pisa oder Siena, sondern auch unter Tage: La Grotta del Vento ist in der Garfagnana genannten Region eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten.

Schon der Weg zu la Grotta del Vento in der Toskana lässt einige der beeindruckendsten Panoramen an den Besuchern vorüberziehen: Von Barga fährt man in den Naturpark der Apuanischen Alpen und durchquert dabei die Gallicano-Schlucht, bis man die durch Erosion entstandene Windhöhle erreicht. Hier kann man entlang des unterirdischen Flusses auf über zwei Kilometern einige der erstaunlichsten Stalaktiten und Stalagmiten erleben, die durch den Wind im Laufe der Jahrtausende entstanden sind.

La Grotta del Vento: Tropfsteinhöhle in der Toskana

Dieser Wind, der der Grotte auch ihren Namen gibt, kann im ersten Moment unangenehm sein, da er sehr stark den Besuchern entgegenweht, doch sobald man in der Höhle ist und die Eingangstüren geschlossen werden, kann man sich ganz dieser faszinierenden Naturerfahrung widmen. In der Grotta del Vento herrschen etwas unter 11 Grad – man sollte sich also etwas wärmer anziehen. Beide Umstände haben dazu geführt, dass zwischen dem 17ten und dem 19ten Jahrhundert der Eingang der Windhöhle als eine Art Kühlschrank genutzt wurde.

Die eigentliche Erkundung der Tropfsteinhöhle begann ab 1898, als spielende Kinder versuchten, so weit wie möglich durch die schmale Eingangsöffnung ins Innere zu gelangen, jedoch nach 20 Metern wieder aufgaben. 1929 kamen die Forscher 60 Meter weit und im Jahr 1975 wurden 2,5 Kilometer entdeckt, die heutige Besucher erleben können. Doch noch etliche Abzweigungen und Stollen bleiben in der Grotta del Vento unerforscht.

Windhöhle in den Apuanischen Alpen

Die einzigartige Windhöhle kann auf unterschiedliche Weisen selbst erkundet werden, wobei die Rundgänge zwischen einer und drei Stunden andauern. Auf der ersten kommt man durch den Hauptgang zu einigen der schönsten und atemberaubendsten natürlichen Formationen, die sich wie steinerne Vorhänge durch die Höhle ziehen, bis zum Kristallsee und zu einem 40 Meter hohen Schacht, durch den bei starken Regenfällen ein gigantischer Wasserfall bricht. Die anderen beiden Touren durch la Grotta del Vento führen noch tiefer in den Stollen und widmen sich genauer den erstaunlichen Gesteinsanordnungen.

Die Windhöhle in der Toskana ist mit Ausnahme von Weihnachten jeden Tag im Jahr geöffnet und die verschiedenen Rundgänge werden stündlich zu unterschiedlichen Zeiten angeboten.

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